Marienkonzert in Ortenburg

15.08.2018

Marienlob mit großem Konzert zum Hochfest

Gelungener Tagesabschluss zum Patrozinium in der Pfarrkirche Ortenburg

von Daniel Obtmeier

 

Ortenburg.

Eröffnet wurde die neunte Auflage des traditionellen

Marienkonzertes am Hochfest Mariä Himmelfahrt durch den Frauengsang Pomp-

A-Dur mit dem Wallfahrtslied „Maria Königin“. Durch die große Akustik der

Pfarrkirche und den Gesang auf der Empore erzielten Mariele Bernkopf,

Hildegard Roitner und Simone Schoder eine besonders „himmlische“ Stimmung

zur Eröffnung. Dekan Anton Spreitzer nahm selbst auf der Orgelbank Platz und

improvisierte zwischen den vier Strophen des Wallfahrtsliedes passende

Orgelversetten. Auch im weiteren Konzertverlauf zeigte Pfarrer Spreitzer mit

einer weiteren Marienimprovisation über „Wunderschön prächtige“, viele Ideen,

Spielfreude und die verschiedenen Klangmöglichkeiten der Orgel auf und

brachte das Instrument seiner Pfarrkirche an den Rand seiner Möglichkeiten.

Die fünfköpfige, aus allen Altersgruppen bestehende und "vielsaitige"

Kolonialblos’n aus

Hengersberg

hatte Zither- und Gitarrenklänge im Gepäck. Die

Attraktivität von Volksmusik brachten sie den Konzertbesuchern mit einem

Sonntagslandler, einem Rittergruß und „All of a garden green“, einem

englischen Tanz des 17. Jahrhunderts aus der Sammlung von John Playford zu

Gehör. Die sichtbare Spielfreude der Gruppe und die nicht alltägliche

Kontragitarre waren sehens- aber vor allem hörenswert!

Kräftige, gute Männerstimmen, ob a cappella oder mit Akkordeonbegleitung

zeichnete den Michaeli-Viergesang aus Untergriesbach aus. Sie hatten sich mit

ihren ausgewählten Werken ganz der Gottesmutter verschrieben. Mit

„Die

schöne Morgenröt“, „Sei gepriesen, o Maria“ und „Maria aufgenommen ist“

präsentierten sie der vollbesetzten Pfarrkirche wunderbare Weisen.

Ebenso traditionell zum etablierten Konzert gehört Franz Schießl mit seinen

speziell für den Tag verfassten und in Mundart vorgetragenen Gedichten. Der

Heimatdichter regte mit seinen Texten über Gottes große Pläne mit Maria und

einem Vergleich zu unseren heutigen Lebensplänen zum Nachdenken an.

Schießl stellte im dritten Gedicht Maria als unsere Hoffnung heraus um in

Anklang an Papst em. Benedikt XVI. zu formulieren: „Wer glaubt, ist nie allein“.

In gewohnt sicherer Intonation, abgestufter Dynamik und großer

Ausgewogenheit in der Dreistimmigkeit in jeglichen Stilen erfreuten die Pomp-A-

Dur-Damen. Mit „Sei gegrüßt Maria reine“ des Flachgauer Komponisten Horst

Kaltenegger ließ der Frauengsang einen nicht alltäglich-musikalischen Schatz

erklingen.

Walzer und Polka klanglich anders! Dies präsentierten die Geschwister Seiler mit

Harfe und Kontrabass. Dem Zusammenspiel und der Musikalität der jungen

Instrumentalisten gebührt an dieser Stelle großes Lob!

Lob und Dank gilt

ebenso dem Frauengsang Pomp-A-Dur um Mariele Bernkopf

für die Organisation und Durchführung des Benefiz-Marienkonzertes. Bei der

Vorstellung der Mitwirkenden versprach Mariele Bernkopf für das zehnte

Marienkonzert im Jahr 2019 eine Überraschung.

Die Körbchen mit den Spenden der Konzertbesucher wurden dem Verein

„Intensivkinder Sinnvoll helfend e.V.“, welcher durch die 1. Vorsitzende Monika

Jakob vorgestellt wurde, übergeben.

Nach der Segensspendung durch Dekan Anton Spreitzer und dem herzlichen

Applaus der Besucher für die Mitwirkenden, tauschte Pfarrer Spreitzer am Ende

des Konzertes nochmal den Ambo mit der Orgelbank und begleitet das

gemeinsame Schlusslied „Freu dich, du Himmelskönigin“.

 

MS

 

Foto: Vorschaubild zur Meldung: Marienkonzert in Ortenburg