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"Aufblüahd" - Volksmusikschmankerl zum Frühlingsanfang

18.02.2019

Von „rassig“ bis „zärtlich“ – Volksmusik ist „aufblüahd“ in Unteriglbach

 

Wie unterschiedlich und doch stimmig echte traditionelle Volksmusik auch sein kann haben der Ebbser Kaiserklang aus Tirol und der Frauengsang Pomp-A-Dur aus Ortenburg bei dem Konzert „Aufblüahd“ in Unteriglbach anschaulich bewiesen.

Rassige Stückl waren vom Ebbser Kaiserklang zu hören. Diese Traditionstanzlmusi aus Ebbs, dem Tiroler Unterland besteht schon seit 1947 in Orginalbesetzungen in den Stimmen. Natürlich mit Generationswechsel an den Instrumenten. So hatten sie ihren Neuzugang am Flügelhorn, Sigi Thaler dabei.

Den Zuhörern im Vereinsheim des Heimat-und Trachtenvereins D`Wolfachtaler Unteriglbach boten die Ebbser ein Feuerwerk an schmissigen und rassigen Stücken, die einem sofort in die Beine fuhren. Zu tanzen traute sich aber letztendlich niemand. Aber es wurde fleißig mit den Füssen gewippt und mitgeklatscht.

Natürlich durfte als Zugabe „Dem Land Tirol die Treue“ nicht fehlen. Dazwischen gab Posaunist und Chef der Ebbser, Bernhard Anker, Anekdoten aus dem Musikantenleben und einige Witze zum Besten. Sehr zur Freude der Zuhörer.

Mit dem Frauengsang Pomp-A-Dur, bestehend aus Simone Schoder, Hildegard Roitner, Mariele Bernkopf und Florian Kasberger als Begleiter, waren dann die heiteren und zärtlichen Töne zu hören.

Dieser Frauendreigesang besteht seit 2005 und hat sich in den Jahren einen besonderen Ruf in der Volksmusikszene erworben. So waren sie, genau wie der Ebbser Kaiserklang, schon bei den „Wirtshausmusikanten beim Hirzinger“ im Bayerischen Fernsehen zu sehen und zu hören. Auch beim „Treffpunkt Volksmusik“ im BR waren sie zu Gast.  An diesem Abend in Unteriglbach waren  von ihnen neben  lustigen Couplets wie „Ein kleiner Hausfreund“  und „Adam und Eva“, vor allem Lieder aus der Region von Monika Kagerl und Pilsner Harti zu hören.  Natürlich durften Lieder zum Frühling wie „Heit hob i hearn an Finkn schlogn“ nicht fehlen.

Nach einem besonders feinen und innigen Lied, hörte man vom Publikum den leisen Satz: „Mei, war des schee“.   Daraufhin fehlte dem  Chef der Ebbser, Bernhard kurz die Idee zu einem weiteren Stück. Er quittierte das mit dem Satz: „Mei wos kannt ma mia jetzt do drauf spuin. Do traun ma uns ja gar ned!“ Aber letztlich fanden sie einen wunderbaren Walzer!

Dieser Abend endete nach kurzweiligen 2,5 Stunden offiziell, aber es wurde im Anschluss noch weiter gespielt und gesungen und die Volksmusik ist an diesem Abend in Unteriglbach voll „Aufblüahd“.

 

Foto: Vorschaubild zur Meldung: "Aufblüahd" - Volksmusikschmankerl zum Frühlingsanfang